|
Startseite
|
 |
|
 |
| |
Ich habe mich lange gefragt, ob von der Leyen einfach nur dumm, im Sinne von technisch unwissend, oder vorsätzlich bösartig, im Sinne von anti-freiheitlich/anti-liberal, ist. Die Entstehungsgeschichte des Zugangserschwernisgesetzes von Hadmut Danisch, einem der bei den Verhandlungen dabei war, zeigt, dass es einfach nur technischer Unverstand war kombiniert mit einer gehörigen Portion Borniertheit. Ehrlich gesagt habe ich die Frage, ob mir bösartige oder unfähige Spitzenpolitiker lieber sind, immer noch nicht für mich beantwortet. Das Frau von der Leyen aber zwingend in eine der beiden Kategorien gehört, hat sie schon länger deutlich gemacht. |
|
 |
|
 |
 |
|
 |
| |
Ich hatte die Berliner Zeitung ja eigentlich schon abgeschrieben. Qualitativ ging es schon lange so sehr bergab, dass der Blick nicht mehr lohnte. Der Artikel "Die Liebe in Zeiten der Kamera" hebt sich massiv davon ab. 20 Minuten Lektüre die wirklich lohnen. So gut hat die Thematik Medien und Gesellschaft schon lange kein Artikel mehr auf den Punkt gebracht. |
|
 |
|
 |
 |
|
 |
| |
46 DC EA D3 17 FE 45 D8 09 23 EB 97 E4 95 64 10 D4 CD B2 C2 Deutsch: Oh, und seid versichert, dass ich sowieso schon seit 2004 nichts von euch kaufe ... English: Oh, and be assured I'm not buying any of your shit since 2004 ... |
|
 |
|
 |
 |
|
 |
| |
Falscher Planet, falsches Jahrtausend umreisst sehr gut, warum das Netz eben nicht nur ein besseres Telefon- und Briefverteilsystem is, und warum Denkansätze der Politik die eine solche Anschauung zur Grundlage haben, zum Scheitern verurteilt sind. Ich bin mir immer noch nicht schlüssig, ob die Protagonisten von CDU/CSU und SPD unserer Zeit wirklich nicht merken, dass sie gerade dabei sind Zensur defakto im Netz zu implementieren, oder ob es wirklich deren Ziel ist. Vermutlich sieht die Antwort von Abgeordneten zu Abgeordneten anders aus. Einen Herrn Schäuble halte ich für zu intelligent das zu übersehen, dem werfe ich eiskalte Absicht unter dem Deckmantel von "wir sind ja die Guten, dann ist das auch keine Zensur, sondern einfach notwendig" vor. Aber was ist mit den vielen anderen wie eben jener Prof. Rupert Schol, der in "Unter Piraten - Wem gehört das geistige Eigentum?" mit Dirk Hillbrecht dem Vorsitzenden der Piratenpartei diskutieren durfte? Auch wenn eben dieser Rupert Schol, nicht zuletzt dank einem parteiischen Moderator, der so wenig vom Thema versteht, dass er vermutlich nicht mal gemerkt hat wie parteiisch er gehandelt hat, in dem Interview die Oberhand behalten hat. Seinen nicht gerade zahlreichen Argumenten hatte er das nicht zu verdanken. Trotzdem glaube ich, dass dieser Mann aus Überzeugung spricht und handelt, und deshalb nicht anerkennt, dass das was er dort vertritt schlicht und einfach Zensur in ungekanntem Ausmaße ist. Das seine Haltung zum Stoppschild nebenbei Kinderpornographie fördert, kann jemand, der das Netz nur als etwas günstigeres Kommunikationsmedium sieht, gar nicht erst begreifen. Auch der eingangs verlinkte Artikel von Kristian Köhntopp leidet unter der Sprachlosigkeit zwischen denen die das Netz leben und denen die es nur, wenn überhaupt, in geringen Teilen nutzen. Diese Sprache gilt es zu entwickeln. Dazu muss man reden. Nicht unter "uns", nicht in den Blogs, sondern mit den vielen anderen Menschen die uns umgeben, angefangen mit unserer eigenen Oma, unseren eigenen Eltern, Tanten und Onkeln. Es gilt einfache und verständliche Worte zu finden für das, was uns alle längst umgibt und beherrscht (auch jene, die in diesem Land leben und einen Computer nie berührt haben) und sich schlicht das Netz nennt. |
|
 |
|
 |
 |
|
 |
| |
Es ist Wahlkampf und die Generation der Politiker die vom Netz keine Ahnung hat, versucht bei den Wählern die vom Netz ebenfalls keine Ahnung haben mit markigen Sprüchen zu Punkten. Immer wieder wird gefordert, dass die virtuelle Welt kein rechtsfreier Raum sein dürfe. Dabei ist das Netz schon längst viel stärker reglementiert, als man das mit der Realität je könnte. Betinna Winsemann zeigt in Telepolis anschaulich, wie grob falsch die Behauptung eines rechtsfreien Raums im Netz ist. |
|
 |
|
 |
 |
|
 |
| |
... Menschen mit Waffen tun das. Ein 59-jähriger Dorfbewohner mitten im Elsass gehört jedenfalls nicht in die Gruppe der typischen Killerspieler ... |
|
 |
|
 |
 |
|
 |
| |
Die Sauerlandgruppe wurde in den Medien erleichtert als heimische Terroristen angenommen, fühlten wir uns in Deutschland nach 9/11, Madrid und London richtiggehend außen vor. Der Deutschlandfunk hat mit "Ein Käfig voller Enten? " näheres zu den Ereignissen gesammelt. Mir drängt sich der Verdacht erneut auf, dass hier einiges vom Timing her einfach zu gut gepasst hat. |
|
 |
|
 |
 |
|
 |
| |
Immer wieder findet sich die arme Seele, die doch nur ein wenig patriotisch sein möchte und "nicht darf". Doch nennen wir das Kind beim Namen: Nationalstolz ist das deutsche Wort. Stolz an sich ist schon eigentlich eine der weniger noblen Eigenschaften eines Menschen. Allein, dass sich Stolz im Allgemeinen auf etwas selbst geleistetes bezieht, schwächt den unangenehmen Beigeschmack dieses Charakterzuges etwas ab. Zu Recht macht der Stolze auf das selbst geleistete aufmerksam.
Nationalstolz ist hingegen Stolz für Arme. Mangels eigener Leistungen spricht man sich selbst die Erfolge einer Gemeinschaft zu, der man ja angehört und für deren Leistungen man irgendwie immer auch mit verantwortet. Bezeichnend ist hier, dass man bei sich selbst immer nur das Positive verortet. Auf die Taten der Ahnen möchte man sich nur zu gern beziehen, nie aber auf ihre Untaten. Den Sinn oder Nutzen des Nationalstolzes konnte noch niemand schlüssig erklären, außer eben das dumpfe Polemisieren gegen Dritte um von eigenen Problemen und Versagen abzulenken. Patriot ist nur eine nette Umschreibung für den nützlichen Idioten, den man ausbeuten kann und der es einem auch noch mit glühender Begeisterung dankt.
Aber natürlich darfst auch du gern nützlicher Idiot sein, werter Leser, auch das fällt unter Meinungsfreiheit. Nur warum stört es gute Patrioten immer, wenn man ihre Führer als das bezeichnet was sie sind: Populisten? Liegt es daran, dass diese Bezeichnung sie immer wieder an das erinnert, was ihre eigene jämmerliche Rolle in diesem Spiel ist? |
|
 |
|
 |
 |
|
 |
| |
In seinem Programm fordert die hier absichtlich nicht verlinkt Pro-Köln-Bewegung: " Aggressives Betteln gehört unterbunden." Der Punkt des Bettelns zeigt, aus welch gut bürgerlich geistig armen Milieu die Verfasser stammen. |
|
 |
|
 |
|
|