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Pro Köln fördert Kriminalität PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von noamik   
21.09.2008

In seinem Programm fordert die hier absichtlich nicht verlinkt Pro-Köln-Bewegung:

" Aggressives Betteln gehört unterbunden."

Der Punkt des Bettelns zeigt, aus welch gut bürgerlich geistig armen Milieu die Verfasser stammen.

Es wird nicht angeprangert, dass Menschen offensichtlich betteln müssen, vielmehr ist der Bettler noch selbst schuld sich zu seinem Verhalten herabzulassen. Derartige Ansichten haben lange Tradition und wurden schon vor Jahrhunderten durch Heinrich den VII. in Gesetzesform gegossen. Vor dem Hintergrund, dass jener damals die Todesstrafe im Gesetz verankerte, würde mich schon interessieren, mit welchen Mitteln Pro-Köln hier aktiv zu werden gedenkt. Der gute Heinrich war ja bekannterweise mit seiner Gesetzgebung nicht sonderlich erfolgreich ...

Weiter geht es mit: "Die Drogenszene darf nicht länger geduldet und unterstützt, sondern muß aufgelöst werden. Anstatt Fixerstuben, in deren Umfeld Drogenhandel und Verbrechen Vorschub geleistet werden, einzurichten, sind Therapieplätze für den kalten Entzug bereitzustellen."

Wie "erfolgreich" der kalte Entzug ohne Mitwirkung der Drogenopfer ist, muss im Dritten Jahrtausend nach dem selbsternannten Märtyrer doch nicht mehr wirklich diskutiert werden. Wenn Ahnungslos mit  Ich-weiß-nicht-viel Stammtisch spielt, klingt so ein pseudoharte Forderung natürlich toll, ganz nach dem Motto "Sollen die Tue-nicht-gute mal richtig leiden". Alles was man damit erreicht, ist ein massives Verbrennen von Steuergeldern. Warum fordert Pro-Kölln in dem Zusammenhang eigentlich nicht die Prohibition? Die Kriminalität im Zusammenhang mit Alkoholgenuss übersteigt die der restlichen Drogendelikte um Längen, und da sind die im Zusammenhang mit Alkoholkonsum verursachten Unfälle noch gar nicht angesprochen. Aber in Zeiten in denen man mit zwei Maß Bier noch voll zurechnungsfähig und zum Führen eines KFZ fähig sein soll, wird man doch nicht seine eigenen Wähler vergraulen wollen.

 Während bis jetzt wenigstens noch Pseudolösungen angeboten wurden, fährt das Programm nun endgültig schwammig fort: "Straßenräuber, Ladendiebe und Vergewaltiger gehören nicht länger mit Samthandschuhen angefasst."

Dahinter verbirgt sich die Forderung all die Errungenschaft der letzten Jahrzehnt im Justizwesen rückgängig zu machen. Trotz der Erfolge bei der Senkung der Rückfallquote leiden psychologische Betreuung und Resozialisierungsprogramme unter beschämender Unterfinanzierung. Mit dem Täter will sich keiner gemein machen. Da Pro-Kölln sich wohl kaum herablassen wird die Todesstrafe für sämtliche Straftaten zu fordern, bedeutet eine Abschaffung der genannten Programme effektiv eine Erhöhung der Kriminalität über das wieder Ansteigen der Rückfallquote.

Oder platt ausgedrückt: Pro Kölln fordert mehr Ladendiebstahl, mehr Straßenraub und mehr Vergewaltigungen. Danke Pro Kölln auch im Namen der beglückten Opfer. Einfache Lösungen waren ja schon immer die Besten.

Letzte Aktualisierung ( 21.09.2008 )
 
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Datum: 19.11.2005 Betrachtet: 2065 mal Besitzer/in: Michael Noack

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