Ubuntu
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Die folgende Liste umfasst Probleme, die sich mir gestellt haben und die ich lösen konnte. Gern könnt ihr eigene Erfahrungen und Lösungsansätze beifügen.
[Bearbeiten] Probleme mit Paket-Post-Install-Skripten
[Bearbeiten] Problem: update-rc.d: warning: /etc/rcS.d/S01glibc.sh is not a symbolic link
Setting up libc6 (2.3.6.ds1-13etch5) ... update-rc.d: warning: /etc/rcS.d/S01glibc.sh is not a symbolic link invoke-rc.d: not a symlink: /etc/rcS.d/S01glibc.sh dpkg: error processing libc6 (--configure): subprocess post-installation script returned error exit status 102 Errors were encountered while processing: libc6 E: Sub-process /usr/bin/dpkg returned an error code (1) A package failed to install.
Eingrenzung: Die Ordner /etc/rcX.d sollten nur symbolische Links auf die Skripte in /etc/init.d enthalten. Das Problem tritt zum Beispiel auf, wenn man den Ordner /etc gesichert auf eine Art hat, die keine symbolischen Links versteht und dieses Backup dann zurückspielt (zum Beispiel in ein zip-Archiv).
Lösung: Eine Möglichkeit ist schlicht die Dateien zu löschen und durch symbolische Links auf die passenden Skripte unter /etc/init.d zu ersetzen. Das Namensschema sollte man dabei möglichst beibehalten, um die Ausführungsreihenfolge der Skripte nicht zu verwürfeln.
Wem das zu kompliziert ist, der kann schlicht die betroffenen Dateien löschen und durch ein dpkg --configure -a das komplette System neu konfigurieren. Die Links werden dabei automatisch erstellt. Dies kann recht aufwändig sein, ist aber im Zweifel der sicherere Weg.
[Bearbeiten] Probleme mit Synaptics
[Bearbeiten] Problem: Synaptics startet nicht mehr. Die Passwortabfrage erscheint zwar noch, dann aber passiert nichts mehr.
Eingrenzung: Wenn man Synaptics über die Konsole starten will:
user@localhost:~> sudo synaptic
erhält man den Fehler:
synaptic: error while loading shared libraries: libvte.so.4: cannot open shared object file: No such file or directory
Lösung: Die folgende Lösung ist ein übler Hack, er funktioniert aber:
sudo ln -s /usr/lib/libvte.so.9 /usr/lib/libvte.so.4
[Bearbeiten] Probleme mit NIS/NFS
[Bearbeiten] Problem: NIS ist installiert und eingerichtet, aber trotzdem ermöglicht GDM/KDM nur eine lokale Anmeldung.
Lösung:
- Die letzte Zeile der Datei /etc/passwd muss +:::::: lauten. Beispiel:
user@localhost:~> cat /etc/passwd | tail messagebus:x:104:107::/var/run/dbus:/bin/false haldaemon:x:108:108:Hardware abstraction layer,,,:/var/run/hal:/bin/false hplip:x:105:7:HPLIP system user,,,:/var/run/hplip:/bin/false gdm:x:106:111:Gnome Display Manager:/var/lib/gdm:/bin/false sshd:x:110:65534::/var/run/sshd:/bin/false mysql:x:111:115:MySQL Server,,,:/var/lib/mysql:/bin/false +:::::: user@localhost:~>
Einfach die Zeichenkette mittels eines Editors anhängen. Achtung: Rootrechte erforderlich! Auch die Dateien /etc/shadow und /etc/gshadow benötigen analoge Änderungen. Die Anzahl der Doppelpunkte muss dabei der Anzahl der Doppelpunkte der anderen Dateieinträge entsprechen.
[Bearbeiten] Problem: NIS-Zugriffe funktionieren, Gruppen werden aber nur mit ihrer Nummer angezeigt, jedoch weder aufgelöst noch die Gruppenzugehörigkeit umgesetzt.
Lösung:
- Moderne Unixes verwenden ein Subsystem namens Name Service Switch. Die Datei /etc/nsswitch.conf steuert diesen. Für jede Datenbasis (group, shadow, passwd ...) findet sich darin ein einzeiliger Eintrag, der über die Verwendung verschiedener Mechanismen bestimmt. Hinter den ersten drei Einträgen steht in meiner Xubuntu-Installation nur compat. Dies ersetze ich durch files nis. Somit wird sowohl lokal als auch über NIS nachgeschaut, ob Regeln für den Zugriff existieren.
user@localhost:~> cat /etc/nsswitch.conf # /etc/nsswitch.conf # # Example configuration of GNU Name Service Switch functionality. # If you have the `glibc-doc' and `info' packages installed, try: # `info libc "Name Service Switch"' for information about this file. passwd: files nis group: files nis shadow: files nis hosts: files dns mdns networks: files protocols: db files services: db files ethers: db files rpc: db files netgroup: nis user@localhost:~>
Einfach mittels eines Editors entsprechend editieren. Achtung: Rootrechte erforderlich! Obwohl danach Gruppennamen bereits aufgelöst werden, muss anschließend noch einiges neu geladen werden. Ich habe nach einigen erfolglosen Versuchen einfach neu gebootet, vermutlich reicht es aber auch nur das NIS neu zu starten.
[Bearbeiten] Problem: NFS funktioniert, aber diverse Programme legen beim Starten eine Pause von 20 Sekunden bis 2 Minuten ein, ohne das die CPU zu arbeiten scheint.
Lösung: Aktuelle Ubuntu-Distributionen wie die Version 7.04 scheinen funktionierendes File-Locking vorauszusetzen. In der Datei /etc/fstab sieht dies dann so aus:
servername:/serverdir /mountpoint nfs default 0 0
Am Besten sollte man auf NFSv4 wechseln, da NFSv4 locks beherrscht (siehe auch Problem mit NFS und ACLs). Dazu wird in der Mountzeile schlicht nfs durch nfs4 ersetzt.
Manchmal wird dieses aber nicht unterstützt (bsp. NFSv3-Server) oder der Admin hat dieses deaktiviert. Ist der Wechsel nicht möglich, schafft es Abhilfe hier das nfs-share nicht mit default-Parametern zu mounten. Statt dessen verwendet man eine Zeile der Art:
servername:/serverdir /mountpoint nfs rw,rsize=8192,wsize=8192,nolock 0 0
wobei man u.U. rsize und wsize an das eigene Netz anpassen muss. Funktioniert die NFS-Verbindung mit obigen Werten nicht mehr zuverlässig, kann man statt dessen konservative 1024 wählen. Dies bremst zwar bei gr0ßen Dateien etwas, sollte aber immer funktionieren. Näheres zu den hier möglichen Parametern findet man hier.
[Bearbeiten] Problem: NFS funktioniert, aber auf dem Server gesetzte ACLs haben keinen Effekt für den Client.
Lösung: Per Default verhält sich auch aktuelles NFS diverser Distributionen wie ein NFSv3. NFSv3 unterstützt aber keine ACLs. Damit sich der Client wie NFSv4 verhält, muss die Mountzeile nfs4 statt nfs enthalten. Beispiel:
servername:/serverdir /mountpoint nfs4 _netdev,auto 0 0
[Bearbeiten] Problem: NFSv4 funktioniert, aber die User- und Gruppen-IDs nicht (es wird 4294967294 oder nobody angezeigt)
Lösung: NFSv4 muss an LDAP oder NIS gekoppelt werden, um die Server-IDs mappen zu können. Ist NIS bereits installiert, müssen weiterhin folgende Dinge konfiguriert werden: In '/etc/default/nfs-common' muss der idmapd zum Starten ausgewählt werden:
NEED_STATD= STATDOPTS= # Do you want to start the idmapd daemon? It is only needed for NFSv4. NEED_IDMAPD=yes # Do you want to start the gssd daemon? It is required for Kerberos mounts. NEED_GSSD=no
und in '/etc/idmapd.conf' die Domaine von der er die Informationen beziehen soll konfiguriert werden:
[General] Verbosity = 0 Pipefs-Directory = /var/lib/nfs/rpc_pipefs Domain = meine.domaine.tld [Mapping] Nobody-User = nobody Nobody-Group = nogroup
In meinem Fall funktionierte das Mapping leider erst nach einem Reboot. Vermutlich reicht es auch die passenden Services neu zu starten. Für passende Hinweise dazu wäre ich dankbar.
[Bearbeiten] Diverse Probleme mit OpenOffice
[Bearbeiten] Statt Symbolen nur Text
Das Symbolscheme kann in Open Office unter
Extras->Optionen->OpenOffice.org->Ansicht
eingestellt werden. Dieses muss aber auch installiert sein. Wer nicht alle durchprobieren möchte, kann in seinem Packetmanager (Ubuntu z.B synaptic) nachschauen, welche Pakete mit Namensschema openoffice.org-style-{Stylename} installiert sind und bei Bedarf eines nachinstallieren. Ich persönlich mag den Stil Human openoffice.org-style-human recht gern. Wer nur Bahnhof versteht, gibt einfach in eine Console seiner Wahl
aptitude install openoffice.org-style-human
ein. Dafür sind root-Rechte erforderlich. Dann wie oben beschrieben das Symbolschema Human auswählen.
[Bearbeiten] Rechtschreibkorrektur in OpenOffice mit Debian
Wer unter Debian keine Rechtschreibkorrektur mit OpenOffice hat, obwohl er alle Wörterbücher installiert hat, hat eventuell keine Rechtschreibkorrekturbibliothek installiert.
aptitude install openoffice.org-spellcheck-de-de
gibt einem dann eine Auswahl zwischen hunspell und myspell. Ich verwende hunspell, man sollte aber beachten, dass unter debian etch dieses Paket mit Icedove und Iceweasel im Konflikt steht. Wer also keine Installationen abseits des Paketmanagers hat, sollte sich das überlegen und evtl. myspell ausprobieren.
[Bearbeiten] TLS/SSL-Verschlüsselung mit PSI unter Hardy
Ein Upgrade von Feisty auf Hardy beendet die Funktion der SSL-Verschlüsselung von PSI. Das Problem lässt sich lösen, in dem man das Paket libqca2-plugin-ossl nachinstalliert.
sudo aptitude install libqca2-plugin-ossl
[Bearbeiten] Compiz nach Upgrade auf Hardy außer Gefecht
Auf meiner Workstation wurde nach dem Upgrade auf Hardy der XGL-Server als default-X-Server eingestellt. Leider ist die Performance dieses Servers wenn compiz-fusion gerade nicht aktiv ist, bestenfalls arm zu nennen. OpenOffice und Thunderbird werden geradezu unbenutzbar. Das Deaktivieren von xserver-xgl durch entfernen des Pakets
sudo aptitude remove xserver-xgl
brachte allerdings ebenfalls Probleme mit sich, compiz startete nun gar nicht mehr. Der Grund war die /etc/X11/xorg.conf. Dort muss die Sektion
Section "Extensions" Option "Composite" "0" EndSection
nach
Section "Extensions" Option "Composite" "1" EndSection
geändert werden. Danach muss der X-Server neu gestartet werden. Bei Ubuntu Hardy passiert dies automatisch beim Logout. Danach sollte
compiz --replace &
wieder wie gewohnt funktionieren.
[Bearbeiten] Thunderbird öffnet keine Links im Browser
Aus mir unerklärlichen Gründen öffnet ein frisch unter Ubuntu Hardy installierter Thunderbird bei mir keine Links. Die Lösung ist recht einfach. Thunderbird schließen, im Profilverzeichnis die Datei user.js öffnen oder erstellen (unter Linux z.B. ~/.mozilla-thunderbird/{Zufallszeichenfolge}.default , der genaue Pfad steht in der profiles.ini, falls ihr mehr als ein Profil habt), und folgende Zeilen hinzufügen:
user_pref("network.protocol-handler.app.ftp","/usr/bin/firefox");
user_pref("network.protocol-handler.app.http","/usr/bin/firefox");
user_pref("network.protocol-handler.app.https","/usr/bin/firefox");
Auf diese Art können auch weitere Protokolle mit anderen Programmen verknüpft werden. Das ist besonders hilfreich, wenn im eigenen System entweder noch kein passender Filehandler aktiv ist, oder man regelmäßig aus dem Mailer heraus vom default Filehandler abweichen möchte.
[Bearbeiten] Hardware - Tricks und Tips
[Bearbeiten] Grafikkarte im silent mode unter Linux - Beispiel: MSI N260GTX-T2D Twin Frozr
Unter Linux schwöre ich immer noch auf Nvidia-Grafikkarten. Deren Treiber funktioniert für meine Anwendungen einfach besser, als das was ATI abliefert (die OpenSource-Treiber erfüllen meine Gamingansprüche auf beiden Seiten noch lange nicht). So hatte die ATI 4670 denn auch nur ein zweiwöchiges Zwischenspiel in meinem neuen Rechner und wurde durch eine GTX260 ersetzt. Die MSI N260GTX-T2D Twin Frozr entpuppt sich leider zu einem Radauluder, selbst wenn nichts zu tun ist. Folgende Schritte bringen dir gute zum Schweigen.
- Nvidiatreiber installieren.
- Overclocking freischalten, indem die /etc/X11/xorg.conf in der Section Screen um die Coolbits-Option ergänzt wird.
Section "Screen" ... Option "Coolbits" "1" EndSection
- /usr/bin/nvidia-settings starten, unter Clock Frequencies den Haken bei Enable Overclocking setzen, 3D Clock Frequencies auswählen und die Werte heruntersetzen. Für den Desktopbetrieb mit Compiz reichen in meinem Fall ein GPU-Takt von 400 MHz und ein Speichertakt von 300 MHz. Wer die Werte direkt eingibt, muss sie mit Enter bestätigen. Dann mittels Apply ausführen und unter PowerMizer kontrollieren, ob die Werte übernommen wurden.
- Thermal Monitor aufrufen. Die Temperatur sinkt nur minimal, der Lüfter bleibt laut. Die Temperatur merken.
- nvclock Beta 4 (oder neuer) herunterladen, bauen und installieren, Besitzer älterer Grafikkarten können eventuell auch mit einer älteren Version arbeiten. Mittels
/usr/local/bin/nvclock -f -F 30
kann nun der Lüfter fest heruntergefahren werden. Der Wertebereich reicht von 10-100 sowie den Wert auto, was die Voreinstellung der Karte ist. Der Wert 30 entspricht dem Wert, bei dem ich den GPU-Lüfter gerade nicht mehr heraushören kann. Da müsst ihr selbst experimentieren. Im Thermal Monitor stieg die Temperatur nur um 5°C auf dann stabile 47°C, die Innenraumtemperatur des Rechners stieg um 2°C auf 42°C. Für mich ist das tolerabel.
- Wichtig! Da der Lüfter nun fest heruntergefahren ist, darf man nicht vergessen ihn wieder auf Automatik zu stellen, wenn man der Grafikkarte Leistung abfordert. Derzeit kenne ich noch keine befriedigende Lösung den Lüfter dynamisch in Abhängigkeit der GPU-Temperatur unter Linux zu regeln. nvclock gibt einem hier zwar ein mächtiges Werkzeug in die Hand, bis jetzt kenne ich aber noch kein Tool, welches nvclock passend ansteuern würde.
[Bearbeiten] i855crt unter Ubuntu
Der Versuch den VGA-Port mit dem gepatchten i855-Treiber zum Laufen zu bringen scheitert schon am compile?
user@localhost:~/i855crt-0.4$ make gcc -c i855crt.c i855crt.c:25:31: Fehler: X11/extensions/Xv.h: No such file or directory i855crt.c:26:34: Fehler: X11/extensions/Xvlib.h: No such file or directory i855crt.c: In Funktion »overlay_select_pipe«: i855crt.c:41: Fehler: »XvAdaptorInfo« nicht deklariert (erste Benutzung in dieser Funktion) i855crt.c:41: Fehler: (Jeder nicht deklarierte Bezeichner wird nur einmal aufgeführt i855crt.c:41: Fehler: für jede Funktion in der er auftritt.) i855crt.c:41: Fehler: »info« nicht deklariert (erste Benutzung in dieser Funktion) i855crt.c:42: Fehler: »XvAttribute« nicht deklariert (erste Benutzung in dieser Funktion) i855crt.c:42: Fehler: »xvattr« nicht deklariert (erste Benutzung in dieser Funktion) make: *** [i855crt.o] Fehler 1
Die benötigten Headerfiles befinden sich im Paket libxv-dev.
sudo aptitude install libxv-dev
löst das Problem.
[Bearbeiten] Mehr als 3 Tasten mit Logitech-Maus
Der /etc/X11/xorg.conf muss dafür ein neues InputDevice hinzugefügt werden.
Section "InputDevice"
Identifier "MX510"
Driver "evdev"
Option "Name" "Logitech USB-PS/2 Optical Mouse"
Option "Phys" "*/input0"
EndSection
führt in meinem Fall zum Ziel. Die Werte für Name und Phys erfährt man durch die Befehlsfolge:
cat /proc/bus/input/devices | grep -B 5 mouse
Die Sektion ServerLayout der /etc/X11/xorg.conf muss nun noch um den Eintrag
InputDevice "MX510" "SendCoreEvents"
ergänzt werden. Sowohl oben als auch hier dürft ihr MX510 natürlich durch einen beliebigen Namen ersetzen. Gefunden habe ich den Tipp hier. Dort stehen auch nähere Erläuterungen.
[Bearbeiten] Kein Sound mit Audigy Soundkarte?
Ein frisch installiertes Ubuntu 7.10 und die Audigy Soundkarte bleibt stumm. Was tun? Die Lösung ist zum Glück recht einfach. Vermutlich ist schlicht der Digitalausgang eingeschaltet. Konsole öffnen und
alsamixer
starten. Die Schalter mit den Pfeiltasteten durchgehen bis zum Schalter Audigy Analog/Digital Output Jack, mit der Taste m diesen einmal toggeln. Bei mir führt die Einstellung [OFF] zum gewünschten Ergebnis. Sollte nach einem Reboot der Schalter wieder in der falschen Position stehen, kann man mit
sudo alsactl store
diesen, nachdem man ihn wieder richtig eingestellt hat, fixieren. Natürlich können auch andere Lautstärkenregler zum Ergebnis führen, eventuell bewirkt bei diesen aber ein nachfolgendes alsactl nicht den gewünschten Effekt.
[Bearbeiten] Kein Sound trotz installierter Module, alsamixer: function snd_ctl_open failed for default: No such file or directory
Ein möglicher Grund für diese Meldung ist, als Benutzer angemeldet zu sein, der nicht in der Gruppe audio ist. Mit root-Rechten muss man die Datei
/etc/group
editieren und den eigenen Benutzernamen mit einem Komma an die in der Zeile der Gruppe audio bereits verzeichneten Namen anhängen. Ein guter Test ob dies wirklich das Problem ist, ist es alsamixer als root auszuführen:
sudo alsamixer
Finden sich hier die gewohnten Regler, handelt es sich fast sicher um das genannte Problem. Dies tritt meist auf, wenn man sein System lokal installiert hat und NIS zur Authentifizierung verwendet. NIS-User werden ja nicht als lokale User angelegt und deshalb nicht von den zuständigen Skripten der Gruppe hinzugefügt. Folglich dürfen sie dann auch nicht das Audiodevice verwenden.
[Bearbeiten] DVB-T unter Linux mit Cinergy T USB XE - kaffeine-Tricks
Findet Kaffeine keine Kanäle mit obiger DVB-T-Karte, hilft es unter Umständen aus jedem Bouquet einen Sender manuell einzutragen. Schaut man dann diesen Sender, geht man wieder unter Channels und wählt erneut "Start Scan". Prompt wird das ganze Bouquet gefunden und korrekt eingetragen. Der Grund scheint in meinem Fall zu sein, dass selbst wenn man die Frequenz, die Sender-ID sowie die Video-PID angibt, der Kanal nicht angezeigt werden kann. Die Einstellungen automatik für FEC-LOW, FEC-HIGH und Bandwidth führt dazu, dass Kaffeine mit dem DVB-Stream nichts anfangen kann. Erst wenn man diese Einstellungen eingibt, gibt es Bild und Ton. Die benötigten Informationen habe ich speziell für Berlin auf telesat-info.de gefunden.
[Bearbeiten] Cinergy T USB XE unter Linux in Betrieb nehmen
Dem habe ich einen separaten Artikel gewidmet.
[Bearbeiten] Konfigurationstipps
[Bearbeiten] Ubuntu mit tmpfs im Ram
Eigentlich kann Linux auch schon seit langem das tmpfs auf einer dynamischen Ram-Disk im Ram halten. Leider wird dies in vielen Fällen immer noch nicht automatisch so von den Distributionen eingerichtet. Gerade auf Laptops bietet ein solche /tmp aber erhebliche Vorteile wie der auf diesen folgende Tipp zeigen wird.
Um die Ram-Disk einzurichten, reicht es die Datei /etc/fstab zu öffnen und um den folgenden Eintrag zu ergänzen:
tmpfs /tmp tmpfs defaults,noatime,mode=1777 0 0
Die Datei speichern und das neue /tmp durch
sudo mount /tmp
verfügbar machen.
[Bearbeiten] Firefox ständige Festplattenzugriffe abgewöhnen
Gerade auf Laptops stören die häufigen Zugriffe des Firefox bei vielen offenen Tabs erheblich. Diese klauen uns Strom und machen Lärm. Außerdem verlangsamt es den Firefox erheblich bei verschiedenen Dingen aus dem Cache von der Platte lesen zu müssen. Dies lässt sich durch Einsatz einer Ram-Disk beschleunigen. Geradezu ideal ist da /tmp, wenn man wie im vorherigen Tipp tmpfs verwendet, da dieses Ram dynamisch nach verbleibender Menge verwendet. Solange genügend Ram vorhanden ist, ist /tmp dann pfeilschnell. Benötigt man den Ram anderweitig, ist er aber nicht von einer statischen Ram-Disk belegt, sondern der Inhalt von /tmp landet automatisch im swap (dann wird es halt langsam). Auch Besitzer von SSD werden dieses Verhalten lieben, da ihre teuren Schätzchen nur eine vergleichsweise geringe Menge an Schreibzyklen pro Sektor vertragen.
Zuerst den Firefox öffnen und about:config als Webseite aufrufen. Dort legt man einen neuen Eintrag durch Rechtsklick -> Neu -> String an und nennt diesen
browser.cache.disk.parent_directory
Als Wert gibt man nun /tmp an. Nach einem Browserneustart wird der Wert auch übernommen. Der einzige Nachteil der Methode ist, dass nach einem Computerneustart Browsercachedaten nicht mehr zur Verfügung stehen und alles neu aus dem Netz geholt werden muss. Die meisten Notebookbesitzer dürften aber sowieso bereits mit Suspend-to-Disk oder Suspend-to-Ram arbeiten, so dass dieser Fall nicht zu oft auftritt. In Zeiten von Flatrates ist das aber sowieso nicht sonderlich tragisch.

